Vor einem imposanten Publikum von über 120 Personen durfte der bekannte Politsatiriker Andreas Thiel am 9. November 2009 von den Jungfreisinnigen des Kantons Zürich den zehnten Liberal Award entgegen nehmen. Die Jungfreisinnigen würdigten damit seine Leistung, als eine der wenigen liberalen Kulturschaffenden inmitten der sonst staatlich subventionierten Kulturszene bestehen zu können.
Bereits zum zehnten Mal verleihen im November die Jungfreisinnigen des Kantons Zürich (JFZH) den "Liberal Award“. Die grösste Zürcher Jungpartei überreicht diesen Preis jedes Jahr in Form einer Skulptur an Personen, die "einen namhaften Beitrag an eine liberale Gesellschaftsordnung" geleistet haben, wie es in den Satzungen des Liberal Award Komitees heisst. Nach Persönlichkeiten wie Ernst Buschor, Klaus Schwab, Roger Schawinski und Roger Köppel, ging der Preis vor zwei Jahren erstmals ins Ausland, an den ehemaligen österreichischen Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Letztes Jahr wurde der Preis an drei ehemals pointiert links politisierende Persönlichkeiten verliehen, die jedoch heute alle drei auf ihrem Gebiet zu den profiliertesten liberalen Vordenkern gehören: nämlich an Thomas Held, Franz Jaeger sowie an Beat Kappeler.
Der diesjährige Liberal Award - der zehnte! - ging heuer erstmals an einen Kulturschaffenden: an den bekannten freischaffenden Politsatiriker Andreas Thiel. Die Auszeichnung wurde am 9. November vom Präsidenten der Jungfreisinnigen, Fabian Schnell, dem Preisträger persönlich übergeben. Nach der offiziellen Verleihung stellte sich der Preisträger den pointierten Fragen des bekannten TV-Satirikers Viktor Giacobbo. Beide kamen schliesslich zum Schluss, dass gute Kunst nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen ist. Gute Projekte könnten auf den Support von privaten Mäzenen zählen, so Thiel.
Zum Abschluss wurde schliesslich noch der „Liberal Raspberry“, der „Preis“ für die anti-liberale Persönlichkeit oder Gruppierung des Jahres verliehen. Die „Auszeichnung“ geht dieses Jahr an die Kulturförderungsstiftung des Bundes, die Pro Helvetia. Das Liberal Award Komitee kritisiert damit die oft undurchsichtigen und unverständlichen Vergabeprozesse dieser Behörde.